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20.12.2018

Arbeitskreis „Wärme“ der Region Koblenz tagt in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz, die Ahrtal-Werke GmbH und die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler luden am 5. Dezember zum Arbeitskreis „Wärme“ ins Rathaus der Stadt. Bürgermeister Guido Orthen und Frau Renate Michel von der Energieagentur Rheinland-Pfalz konnten mehr als 30 Experten zu dieser Veranstaltung begrüßen. Ziel war es, die aktuellen Entwicklungen im Bereich klimafreundliche Wärmegewinnung und –nutzung vorzustellen und zu diskutieren. Die Stadt ist durch den Ausbau des klimafreundlichen Fernwärmenetzes ein geeigneter Tagungsort, denn die Teilnehmer hatten hier die Gelegenheit, das hocheffiziente Heizkraftwerk der Ahrtal Werke GmbH, der 51 % Tochtergesellschaft der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, am Dahlienweg zu besichtigen. Effiziente Wärmeversorgung für Gebäude wird als eine Schlüsselmaßahme für den Klimaschutz in Deutschland angesehen. Ungefähr ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland entfällt auf die Bereitstellung von Wärme und Warmwasser für den Gebäudesektor. Und gerade in diesem Sektor werden zum großen Teil fossile und somit klimaschädliche Energieträger wie Öl und Gas genutzt. Viele Heizungssysteme in deutschen Gebäuden sind älter als 20 Jahre und sollten dringend ersetzt werden. Die Frage ist nur, durch was? In den Vorträgen und Diskussionen wurde schnell klar, dass die Kraft-Wärme-Kopplung in einem Nah- oder Fernwärmenetz die klimafreundliche Technologie der Zukunft ist. Diese kann sowohl für kleinere Gemeinden oder Dörfer als auch in Städten realisiert werden. Im besten Falle wird sie mit erneuerbaren Energieträgern wie beispielsweise Holzhackschnitzeln oder Biogas umgesetzt. In Kombination mit der Kraft-Wärme-Kopplung wird sogar die Nutzung von Erdgas so effizient, dass ein Primärenergiefaktor von Null erreicht werden kann. So berichtete auch Herr Dominik Neswadba, Geschäftsführer der Ahrtal Werke GmbH, dass auch das Kraftwerk am Dahlienweg die Bescheinigung eines Primärenergiefaktors von Null hat und somit erneuerbaren Energieträgern gleichgestellt werden kann. Die Umsetzung eines neuen Nah- oder Fernwärmenetzes bedarf einer gründlichen Planung und intensiven Einbindung der zukünftigen Nutzer, also der Haushalte, da sich diese mehrheitlich für ein solches System schon im Vorfeld entscheiden müssen. Es gibt aber auch viele Standorte, die nicht auf eine zentrale Versorgung mit Wärme setzen können. Hier ist die Expertise der Heizungsbauer Fachbetriebe gefragt. Sie beraten Haushalte basierend auf deren individuellen Bedürfnissen und informieren über staatliche Förderungen. Die Technologien reichen von effizienten solar-unterstützten Gasbrennwertkesseln über Holzpellet-Heizungen bis hin zu innovativen Brennstoffzellen-Heizkraftwerken. Wichtig für den Klimaschutz ist und bleibt aber, dass der Altbestand an Heizungssystemen schnell erneuert wird. Das dient nicht nur dem Klimaschutz, sondern führt auch zu niedrigeren Heizkosten. Gebäudeeigentümer im Stadtgebiet, die über eine Modernisierung ihrer Heizung nachdenken, sollten sich in jedem Fall bei der Ahrtal-Werke GmbH informieren, ob ein Fernwärmenetz bereits in der Nähe liegt und ein Anschluss in absehbarer Zeit möglich ist bevor sie sich für ein neues Heizungssystem entscheiden.