Die Berufsbildende Schule des Landkreises Ahrweiler heizt künftig mit Fernwärme. Hierzu hat der Kreis Ahrweiler einen langfristigen Fernwärmeliefervertrag unterzeichnet, der zukünftig eine klimaneutrale und erneuerbare Wärmeversorgung der Schule gewährleistet.
„Die Umstellung der Wärmeversorgung ist Teil des Gesamtprojekts der energetischen Sanierung der Berufsbildenden Schule. Durch die Versorgung mit Fernwärme auf Basis regenerativer Energie sowie dem Bezug von Ökostrom wird die größte Kreisschule zukünftig vollständig klimaneutral betrieben“, erklärt Landrat Dr. Jürgen Pföhler.
Die Verlegung der Fernwärmeleitungen zum Anschluss der Berufsbildenden Schulen an das zentrale Wärmenetz der Ahrtalwerke erfolgt im Zuge der Herstellung der neuen Abfahrt B266 sowie der Erneuerung des Bahnhofsvorplatzes bis Mitte 2020. Pünktlich zur Heizperiode 2020/21 kann somit die Berufsbildende Schule mit Fernwärme beheizt werden.
„Für uns war wichtig, dass die Fernwärme der Ahrtal-Werke regional erzeugt wird, hocheffizient durch die Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplung entsteht und klimaneutral ist“ so Jörg Hamacher, Werksleiter des Eigenbetriebs Schul- und Gebäudemanagement.
Durch den reduzierten Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid gegenüber einer herkömmlichen Wärmeversorgung wird zusätzlich ein wesentlicher Beitrag für eine klimaneutrale Landesgartenschau 2022 geleistet.
„Wir freuen uns mit diesem Schritt einen weiteren Meilenstein in der vertrauensvollen Zusammenarbeit des Kreises, der Stadt und der Ahrtal-Werke manifestieren zu können“ sagt Dominik Neswadba, Geschäftsführer der Ahrtalwerke.
Neubau und entkerntes „Altes Wasserwerk“ bilden künftig eine Einheit –
Umzug an den Dahlienweg soll im Herbst 2019 erfolgen
Bad Neuenahr-Ahrweiler.
Auf dem Gelände des alten Wasserwerks neben dem städtischen Betriebshof wird künftig die neue Unternehmenszentrale der Ahrtal-Werke ihren Sitz haben. Mit einem Spatenstich setzten Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Guido Orthen, die Mitglieder des Aufsichtsrates und die beiden Geschäftsführer, Johannes van Bergen und Dominik Neswadba, heute (Freitag, 23. März 2018) ein sichtbares Zeichen für den offiziellen Beginn der Baumaßnahme.
„Auf diesen Tag haben wir lange gewartet, endlich geht es los“, freute sich van Bergen an der Baustelle am Dahlienweg. Die Planung sieht hier einen Neubau vor, der mit bereits bestehenden Gebäudeteilen verbunden wird. Das „Alte Wasserwerk“ aus dem Jahre 1892 mit seiner schützenswerten Fassade wird dafür entkernt und um ein Geschoss in Holzbauweise aufgestockt.
Der Rohbau des Bürogebäudes, in dem auch eine Werkstatt integriert wird, soll im November 2018 fertig sein. Die Rohbauarbeiten und die Entkernung des Altbaus werden vom Bauunternehmen Mika-Bau aus Bad Neuenahr-Ahrweiler ausgeführt. Bereits in der kommenden Woche beginnen die Erdarbeiten, bevor Anfang April mit dem eigentlichen Rohbau gestartet wird.
Zukunftsfähiges Gebäude
Die neue Zentrale bietet den zukünftig rund 25 Mitarbeitern ein innovatives und energetisch optimiertes Arbeitsumfeld. Zu den Einrichtungen gehören neben einem Kundencenter und einer Werkstatt mit Nebenräumen auch die Büros für den Netzbetrieb, für den ab dem 1. Januar 2019 die Ahrtal-Werke ebenfalls verantwortlich zeichnen. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für das dritte Quartal 2019 geplant, im Herbst soll der Umzug in die neuen Räumlichkeiten erfolgen.
„Die neue Unternehmenszentrale ist ein weiterer Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit unserer Ahrtal-Werke“, sagte Guido Orthen. Der Bürgermeister weiter: „Der heutige Startschuss für die Bauarbeiten ist zugleich ein wichtiges Signal für den weiteren Aufbau einer nachhaltigen und umweltschonenden Energie-Infrastruktur.“
„Es ist organisatorisch von Vorteil, künftig die gesamte Belegschaft an einem Standort zu bündeln. Von den resultierenden effizienteren Prozessabläufen und einer nochmals verbesserten Kommunikation werden insbesondere unsere Kunden profitieren,“ sagte Dominik Neswadba, Geschäftsführer der Ahrtal-Werke.
Johannes van Bergen erhielt kürzlich das Bundesverdienstkreuz am Bande
Bad Neuenahr-Ahrweiler.
Bürgermeister Guido Orthen nutzte die letzte Aufsichtsratssitzung der Ahrtal-Werke GmbH in diesem Jahr, um Johannes van Bergen nachträglich zu einer großen Auszeichnung zu beglückwünschen. Der Geschäftsführer der Ahrtal-Werke GmbH hatte erst Ende November aus den Händen des baden-württembergischen Umweltministers Franz Untersteller das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten.
Da Orthen beim Festakt in Schwäbisch Hall vor drei Wochen terminlich leider verhindert war, war es ihm jetzt wichtig, van Bergen noch einmal persönlich zu diesem ganz besonderen Ehrenzeichen zu gratulieren. „Herr van Bergen gilt für viele als ein Motor der Energiewende. Er war und ist ein Visionär, der sich stets für eine umweltfreundliche und bürgernahe Energieversorgung stark gemacht hat.“
Der gesamte Aufsichtsrat der Ahrtal-Werke freut sich sehr, dass van Bergens jahrzehntelanger Einsatz für die Realisierung von Erneuerbaren Energien mit dieser hohen staatlichen Auszeichnung eine besondere Würdigung erfahren hat. Er hob hervor, dass sich Johannes van Bergen nicht nur als langjähriger Geschäftsführer der Stadtwerke Schwäbisch Hall, sondern auch in vielen anderen Funktionen große Verdienste erworben habe. „Für die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler war und ist sein Wirken seit Gründung der Ahrtal-Werke im Jahre 2010 von hohem Wert“, betonte Orthen.
Bad Neuenahr-Ahrweiler.
Dominik Neswadba wechselt aus einer leitenden Position bei den Stadtwerken Iserlohn nach Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Diplom-Kaufmann war bei dem sauerländischen Energieunternehmen als Prokurist für den Bereich Vertrieb verantwortlich. Er verfügt über eine umfassende vertriebliche Aufbauerfahrung und zeichnete sich in diesem Zusammenhang bei den Stadtwerken Iserlohn durch den strategischen wie operativen Ausbau der Strom-, Gas- und Wärmevermarktung aus.
Gemeinsam mit seinem Geschäftsführerkollegen Johannes van Bergen wird Dominik Neswadba zukünftig die Ahrtal-Werke GmbH leiten. Voraussichtlich ab 2019 wird Neswadba die alleinige Geschäftsführung innehaben. Van Bergen wird bis zu seinem dann altersbedingten Austritt aus dem Unternehmen die Einarbeitung des neuen Geschäftsführers begleiten.
Den Beigeordneten, Stadtratsmitgliedern und Vertretern der Presse stellt sich der 40-Jährige am heutigen Montag (18.12.2017) vor. „Ich freue mich sehr auf Bad Neuenahr-Ahrweiler und die Zusammenarbeit mit Johannes van Bergen, unseren Mitarbeitern sowie Geschäftspartnern. Ich werde mich verantwortungsbewusst für unsere Kunden, das Unternehmen und die Region, die auch meine Heimatregion ist, engagieren“, so Neswadba.
Als Vorsitzender des Aufsichtsrates zeigt sich Bürgermeister Guido Orthen mit der neuen Ahrtal-Werke-Spitze zufrieden: „Wir konnten eine fachlich versierte, dynamische und motivierte Führungskraft gewinnen. Damit wissen wir die Ahrtal-Werke als bedeutungsvollen Dienstleister für unsere Bürgerinnen und Bürger in guten Händen“. Die hohe Vertriebsaffinität von Dominik Neswadba sowie sein Blick für den unternehmerischen Gesamterfolg spreche für sich